Sonntag, 2. Februar 2020

Woke Akademia - die richtige Haltung als Voraussetzung für eine akademische Karriere


Die Politisierung der akademischen Welt schreitet unaufhörlich voran. Jeder Bewerber an einer Hochschule des University-of-California-Systems, welches alle staatlichen Universitäten - z. B. Berkeley - des Westküstenstaats umfasst, müssen ein "Diversity Equity and Inclusion Statement" abgeben. Diese Erklärung verpflichtet den Bewerber zu demonstrieren, wie er sich mit Diversität, Gleichheit und Inklusion beschäftigt und befördert hat.

Es geht also nicht darum, dass ein Bewerber z.B. einer Minderheit angehört, sondern dass er im Detail darlegt, wie er sich für die politischen Ziele der Gleichstellung und Inklusion konkret eingesetzt hat. Für die "Qualität" dieser Erklärung werden Noten vergeben und wer nicht eine Mindestpunktzahl erreicht, ist vom weiteren Bewerbungsprozess ausgeschlossen. Es handelt sich also ganz klar um einen Gesinnungstest, der von jedem Bewerber bestanden werden muss. Im Übrigen sind nicht nur Neubewerbungen betroffen, sondern z. B. auch Professoren, die eine Gehaltserhöhung beantragen.

Dass das ganze auch ernst gemeinst ist, zeigt, dass bei der Auswahl für eine Stelle in den Life Sciences in Berkeley der ursprüngliche Pool von 893 Bewerbern, die die Grundanforderungen erfüllten, auf nur 214 reduziert wurden, welche angeblich die notwendigen Beiträge zur Gleichstellung, Diversität und Inklusion geleistet hatte.

Es geht also hier nicht mehr darum, die Stellen an der Universität mit Vertretern diverser Gruppierungen zu besetzen, was ja noch eine gewisse Logik hätte, sondern es geht ausschliesslich darum, die Fakultät mit gleichgesinnten Ideologen zu besetzen. Mit anderen Worten: Es geht um Gleichschaltung.


Freitag, 16. August 2019

Erhards Erben mucken auf

In den letzten 10 Jahren Merkelscher Prägung ist etwas aus den Fugen geraten. Die so genannte Energiewende, Steuerinflation und ein Wust neuer Regulierungen - von Mindestlohn bis Datenschutz - haben das freiheitlich-soziale Wirtschaftsmodell ausser Kraft gesetzt: "Kollektivistische, bisweilen unverhohlen sozialistische Denkmuster ersetzen immer öfter die wertschöpfenden marktwirtschaftlichen Bestände", so diagnostiziert der Deutsche Arbeitgeberverband e.V. ohne Beschönigung in einem aktuellen Thesenpapier.

Dienstag, 23. Juli 2019

Hayeks krtischer und prophetischer Blick auf die Zentralbanken


Schon Lenin wusste, dass man durch den Angriff auf deren Währung eine kapitalistische Wirtschaft zerstören kann. Eine kontraproduktive Geldpolitik kann für eine Volkswirtschaft tödlich sein. Die traumatische Erfahrung der Inflation der 1920er Jahre wiegt immer noch schwer im kollektiven Gedächtnis der Deutschen. Auch heute beobachten wir wieder kontroverse Diskussionen über die richtigen Geldpolitik und die optimale Rolle der Zentralbanken. Selbsternannte Keynesianer haben inzwischen das Ruder in den wichtigsten Zentralbanken der Welt fest im Griff. Trotz der seit vielen Jahren weltweit brummendern Konjunktur und gesundem Wirtschaftswachstum sind die Geldschleusen weiterhin voll geöffnet und die Zinsen auf historischem Tiefstand. Negativzinsen bei Staatsanaleihen sind heute die Regel. Man bezahl den Staat dafür, dass man ihm Geld leihen darf. Die staatliche Wirtschaftsstimulierung schiesst aus allen Rohren, obwohl die Arbeitslosigkeit in vielen Wirtschaftsräumen auf einem Rekordtief steht.