Freitag, 29. Januar 2021

Gab es in der Schweiz eine Übersterblichkeit in 2020? Ja, sagt Prof. Beck von der Uni Luzern, aber nur 30% davon ist Covid-19 zuzurechnen

 Professor Konstantin Beck von der Universität Luzern beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Gesundheitsstatistiken. Er ist Titularprofessor für Versicherungsökonomie. In einem knapp 30-minütigenVideo stellt Professor Beck, die Frage, ob es 2020 in der Schweiz eine Übersterblichkeit gab. Er sagt ja, es gab eine (relativ moderate) Übersterblichkeit von rund 3000 Personen (bei insgesamt etwa 75'000 Sterbefällen). Allerdings seien nur rund 1200 dieser Fälle mit Corona zu erklären. Der Rest sei auf andere Ursachen zurückzuführen, möglicherweise auch auf die Corona-Massnahmen. 

Mittwoch, 27. Januar 2021

The GREAT RESET - wie das WEF sich unsere sozialistische post-Covid Zukunft vorstellt - ein Interview mit Simon Marcus

Habt Ihr schon vom "GREAT RESET" gehört? Bis vor einigen Wochen hatte ich keine Ahnung davon. Ich hätte es wahrscheinlich für einen technischen Kniff gehalten, um die Spielkonsole meines Sohnes wieder flott zu bekommen. Doch dann las ich auf dem Blog achgut.com einen aufschlussreichen Artikel von Simon Marcus: „Eher China als Schweden“: So tickt die Corona-Internationale, der ursprünglich im britischen Magazin Spiked erschienen war. Punkt für Punkt legt Marcus dar, wie sich das WEF bzw. die "Davos-Elite" die Corona-Krise zu nutze machen will, um ihre Vorstellungen einer hochregulierten, kollektivistischen Weltordnung umzusetzen. Zuerst dachte ich, dass das ja alles ein bisschen nach kruder Verschwörungstheorie klingt, aber ein Besuch auf der Site des WEF unter dem Projekt Great Reset belehrte mich eines Besseren. In allergrösster Offenheit wird hier dargelegt, wie man sich eine neue, hochtechnolgisierte und durchformierte Weltordnung vorstellt. Das Wort Demokratie oder Marktwirtscahft kommt darin nicht mehr vor. Doch hört selbst: Simon Marcus hat die detaillierte Analyse der WEF-Strategie und was sie für uns alle bedeutet. Ach ja: Und vergesst nicht, Euch die einschlägige WEF-Website anzuschauen... (Das Interview wurde auf Englisch geführt).

Simon Marcus ist Autor und Berater. Unter anderem schreibt er regelmässig für das Magazin Spiked. Er arbeitete als Berater für diverse Regierungsorganisationen und Wirtschaftsverbände. 2015 kandidierte er für die Konservativen in den General Elections. Ausserdem ist er Gründer der "Boxing Academy", einer non-Profit Organisation für benachteiligte Jugendliche in London.

Samstag, 28. November 2020

Der Fall Rapha: Wie ein Unternehmen die Meinungsfreiheit einschränkt

Die Firma Rapha, mit Sitz in UK, stellt modische Bekleidung für Radsportler her. Trikots, Radhosen, Kappen, Sonnenbrillen, Socken und so weiter. Die Ware ist nicht billig, aber kommt bei der meist mittelalten, wohlhabenden und männlichen Kundschaft gut an. Der Radsportboom der letzten Jahre hat die Firma stark expandieren lassen. Vor einigen Tagen erreichte mich eine Mail der Firma, die ich nicht nur falsch, sondern  empörend fand. Hier ein Ausschnitt:

"Wir schreiben dir nun, um unsere Position bezüglich der Social-Media-Aktivitäten von Chloé Dygert, der neuen Fahrerin von Canyon//SRAM Racing, klarzustellen. Im Juni billigte Chloé transfeindliche und rassistische Ansichten in den sozialen Medien. Rapha verurteilt diese Handlungen von ganzem Herzen, zumal sie beleidigend und spalterisch waren und weder im Radsport noch in der Gesellschaft einen Platz haben. (....) Am Ende dieses Prozesses sind wir davon überzeugt, dass Chloé sehr ernsten Fehlurteilen erlegen ist, was durch ihre unzureichende Entschuldigung noch verschlimmert wurde. (...) 

Canyon//SRAM Racing hat bereits deutliche Schritte unternommen, um mit Chloé zu arbeiten und dazu einen externen Berater für Diversität und Inklusion bestellt. Ziel ist ein umfassendes Schulungsprogramm zu Diversität und Inklusion, das auf Dialog und Bildung setzt. Wir versprechen uns davon einen merklichen Einfluss auf das Team und darüber hinaus. (....)

Als Ergebnis unserer Gespräche der vergangenen zehn Tage, der Bereitschaft, die Chloé gezeigt hat sowie der zielführenden Maßnahmen, die Canyon//SRAM Racing einführt, wird Rapha das Team weiterhin unterstützen. Abschließend möchten wir unsere Haltung zu diesem Vorfall noch einmal klar formulieren. Diskriminierung hat keinen Platz im Radsport oder in der Gesellschaft, und wir sehen uns dazu verpflichtet, sie in allen ihren Formen zu bekämpfen, indem wir Diversität, Inklusion und Gleichberechtigung im Radsport fördern.(....)"

Was hatte Chloé Dygert getan? Hat Sie den Ku-Klux-Klan unterstützt und zu Gewalt aufgerufen? Hat Sie andere Menschen an Leib und Leben bedroht? Weit gefehlt!

Dienstag, 25. August 2020

Mein Bauch gehört foodwatch

 Haribo macht Kinder nicht mehr froh. Das weiss zumindest foodwatch. Es geht um die Kooperation zwischen der Deutschen Bahn und Haribo:

„Ein Süßwarenhersteller ist angesichts der grassierenden Adipositas-Epidemie und weitverbreiteten Fehlernährung als Partner für ein Staatsunternehmen inakzeptabel“,

weiss Politikwissenschaftlerin Luise Molling von foodwatch. Denn die Deutsche Bahn als Staatskonzern habe eine Vorbildfunktion und müsse die "Ernährungsziele" aus dem Koalitionsvertrag umsetzen. Nun kann man ja seine Zweifel an der "grassierenden Adipositas Epidemie" haben (angesichts einer mindestens genauso grassierenden Magersucht-Epidemie bei jungen Menschen) und auch die "weitverbreitete Fehlernährung" (alle die keine Veganer *innen sind?) wartet noch auf Belege und Nachweise. Ob der Bahnvorstand alle Punkte des Koalitionsvertrags - auch ausserhalb des Themas Personenverkehr -  als Konzernstrategie befolgen muss, ist auch nicht gerade selbsterklärend.

Aber darum geht es unseren Moralaposteln von foodwatch gar nicht. Es geht darum zu definieren, was der Bürger noch guten Gewissens zu sich nehmen darf. Nur Nahrungsmittel, die auf der "Approved-Liste" der Lobbyorganisation foodwatch sind, dürfen von Eltern guten Gewissens an ihre Kinder verfüttert werden. Süssigkeiten gehören auf keinen Fall dazu.

Haribo ist ein Süsswarenhersteller. Seit Jahrzehnten produziert man in Bonn Gummibärchen, Gummischlangen, Lakritz und süssen Konfekt. Haribo macht auch kein Geheimnis daraus, dass man in den bunten Tüten nur Süssigkeiten findet. Der Zucker wird nicht auf langen Zutatenlisten versteckt. Die Kalorien finden sich nicht im Kleingedruckten. Nein, es sind Süssigkeiten. Sie sind dafür gedacht "Kinder und Erwachsene froh zu machen". Zum Nachtisch, zwischendurch, als Belohnung oder in der Fussballpause. Und genau das ist der Dorn im Auge der Food-Propheten. Es geht um Kontrolle, um das Vorschreiben eines moralisch einwandfreien Lebenswandels (und wenn man diesen nur auf die Kinder projeziert und sie stellvertretend quält). Die Wahlfreiheit sich selbst etwas zu gönnen, den Kindern etwas zu gönnen, ist der Feind im Weltbild der Nahrungskommissare. 

Natürlich wird die foodwatch-Funktionär*in jetzt einwenden, dass es nicht gegen "die Menschen" geht, sondern nur gegen die raffgierigen Konzerne, die uns alle manipulieren, verführen und zum Konsum reinen Gifts zwingen. Doch ein Blick auf die Website der Organisation belehrt eines besseren:

  • Keine Chips (wegen Acrylamid - seit 2002 nie wieder etwas davon gehört)
  • Keine Schulmilch (wegen Zucker)
  • Keine Viehzucht (wegen Klima)
  • Keine Lebensmittel aus Nordamerika (wegen Freihandel)
  • ...

Es geht um Verbote. Nicht um Aufklärung. Der Konsument soll keine Produkte mit "zugesetztem" Zucker erwerben können. Der Konsument soll nicht die Wahl haben, ein Steak aus Texas in die Pfanne zu hauen. Der Konsument soll eigentlich gar kein Fleisch mehr verbauchen. Und die Schokomilch in der Pause trifft auch der Bannstrahl. 

foodwatch weiss besser als Du und ich, als Mütter und Väter, als Konsumentinnen und Konsumenten, was gut und schlecht für unseren Körper, unser Land, ja unsere ganze Welt ist. Deshalb gehört unser Bauch foodwatch. 

Oder wie Foucault sagen würde: 

„So formiert sich eine Politik der Zwänge, die am Körper arbeiten, seine Elemente, seine Gesten, seine Verhaltensweisen kalkulieren und manipulieren. Der menschliche Körper geht in eine Machtmaschinerie ein, die ihn durchdringt, zergliedert und wieder zusammensetzt."