Montag, 11. Februar 2019

Warum unser Kuchen nicht mehr wächst

Was lässt Wohlstand wachsen? Es ist die steigende Produktivität der menschlichen Arbeit. Nichts anderes als der Output pro geleistete Arbeitsstunde ist der Schlüssel unseres Wohlstands. Wie viele Salatköpfe, Autos, Computer, Handys pro Tag produziert werden können, bestimmt deren Verfügbarkeit für die Bevölkerung und somit auch den Preis. Ein steigendes Angebot lässt die Preise aller Güter sinken.

Doch was lässt unsere Arbeitsproduktivität steigen? Die wesentlichen Faktoren sind Arbeitsteilung, Technologie und verbesserte Methoden. Erst als - vor tausenden von Jahren -  die Menschen begannen, sich nach unterschiedlichen Berufen zu differenzieren, stieg die Produktion sprunghaft an. Neue Technologie und bessere Methoden taten das ihrige dazu. Die marktwirtschaftliche Organisation koordinierte Millionen von Produzenten und Konsumenten.  Nur so wurde es möglich, Milliarden von Menschen mit Nahrung, Häusern, Mobilität usw. zu versorgen.

Doch seit einigen Jahrzehnten steigt die Produktivität - insbesondere in den westlichen Ländern - immer langsamer.

Samstag, 2. Februar 2019

Hayek: Progressive Steuern unmoralisch, undemokratisch, unwirtschaftlich

(Dieser Artikel liegt auch als Podcast vor)

Letzte Woche hielt ein gewisser Professor Rutger Bregman auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos eine Wutrede: Globale Ungleichheit zwischen arm und reich sei nur durch massiv höhere Besteuerung auszumerzen. Hohe, progressive Steuern für die Reichen und die Bekämpfung von Steuervermeidung seien der Schlüssel für eine gerechte Welt. Gerechtigkeit durch Umverteilung - natürlich ist dieser "Aufschrei" in den sozialen Netzweken, wie auch in den konventionellen Medien gepushed worden und "viral" gegangen. Besonders neu oder originell sind Bregmans Ideen jedoch nicht. Hayek hat sich damit schon in der Mitte des letzten Jahrhunderts ausführlich kritisch auseinandergesetzt.

Donnerstag, 24. Januar 2019

Mit Malthus zur Ökodiktatur

"Die Bundesregierung muss nachhaltige Ernährung erzwingen!" So ruft Berit Ullmann in der Sueddeutschen:
"Politiker aber müssen viel stärker lenken und auch schmerzhafte Einschnitte zulassen. Steuererhöhungen, Werbeeinschränkungen, Kennzeichnungspflichten und ein Bann von Transfetten gehören dazu. Nur wenn sie auf diese Weise klarmachen, wo ihre Prioritäten liegen, kann man auf die kollektive Anstrengung hoffen, die nötig ist, um die Erde vor dem Kollaps zu retten."
Die bald 10 Milliarden Menschen auf der Erde seien wegen schwindender Ressourcen nicht anders zu ernähren. Und der Klimakollaps müsse damit auch verhindert werden, führt Ullmann aus.

Samstag, 12. Januar 2019

Aus der Mottenkiste des Korporatismus - wie der BDI die Marktwirtschaft verrät

Inzwischen hat auch der Bundesverband der Deutschen Industrie seinen liberalen Kompass verloren, wenn er ihn denn je besessen hatte. In einem aktuellen Papier zur Positionierung gegenüber China fordert der BDI vollmundig Maßnahmen gegen Dumpingpreise und die Förderung "starker europäischer Unternehmen":

Montag, 10. September 2018

Mietpreisbremse - was Hayek sagt

Schon 1960 beschriebt Hayek in "The Consitution of Liberty" die  gleichen Probleme und falschen Lösungsansätze, die wir heute in der Diskussion um Wohungsnot wieder finden können:

"Jede Fixierung von Mieten unterhalb des Marktpreises verlängert den Zustand des Wohnraummangels unweigerlich. Die Nachfrage übersteigt weiterhin das Angebot und wenn Preisdecken effektiv durchgesetzt werden (...) muss ein Mechanismus für die Zuweisung von Wohnraum durch die Behörden etabliert werden (....) Gleichzeitig verlieren die Eigentümer jegliches Interesse daran in den Erhalt der Gebäude zu investieren, jenseits dessen, was gesetzlich von den Mietern zurückgefordert werden kann." (S. 469)

Mittwoch, 1. November 2017

Politiker und Steuern: Aber wir investieren doch!

Gestern Abend fand die Vorstellung der Kandidaten für das Amt des Kreuzlinger Stadtpräsidenten statt. Fünf Herren und eine Dame - von SP bis SVP stellten sich dem Wahlvolk in einer gutbesuchten Versammlung. Immerhin 450 Einwohner der 20'000-Seelen-Stadt Kreuzlingen hatten sich in die Dreispitzhalle begeben.

Wichtigstes Thema war die finanzielle Lage der Gemeinde und die anstehenden Grossinvestitionen (Stadthaus, Schwimmhalle, Kulturzentrum, Parkhäuser usw.). Es geht dabei um ein dreistelliges Millionenvolumen. Derzeit befindet sich die Stadt haushalterisch im Plus beim Vermögen. Der Steuerfuss liegt jedoch trotzdem deutlich über dem kantonalen Durchschnitt. Mit den Investitionen wird man sich zukünftig irgendwo im Bereich von 50-70 Millionen Franken verschulden.

Donnerstag, 14. September 2017

Marx, der Zombie

Vor 100 Jahren fand die Oktoberrevolution in Russland statt. Damit begann ein sattsam bekanntes Sozialexperiment, das circa 100 Millionen Menschen weltweit das Leben kostete. Die Theorien von Karl Marx, in der Praxis umgesetzt, führten zu Gewalt, Krieg, Unterdrückung und Tod - nicht nur einmal, sondern wieder und wieder. Selbst heutzutage kann man in Venezuela, Nordkorea und Kuba immer noch live besichtigen, was die Marxschen Theorien real anrichten. Doch dies hält Akademiker und Professoren nicht davon ab, Karl Marx ewiglich wiederzubeleben und wie einen bluttriefenden Zombie durch die Presselandschaft zu treiben.

Samstag, 2. September 2017

Harvey - oder wie der Kapitalismus uns vor Unwettern schützt

Bret Stephens schreibt in der New York Times (Nachdruck Tampa Bay Times), dass die Wahrscheinlichkeit an einer Naturkatastrophe zu sterben in den USA über die letzten hundert Jahre um den Faktor 20 gefallen ist:

Climate activists often claim that unchecked economic growth and the things that go with it are principal causes of environmental destruction. In reality, growth is the great offset. It’s a big part of the reason why, despite our warming planet, mortality rates from storms have declined from 0.11 per 100,000 in the 1900s to 0.04 per 100,000 in the 2010s, according to data compiled by Hannah Ritchie and Max Roser. Death rates from other natural disasters such as floods and droughts have fallen by even more staggering percentages over the last century.

Freitag, 18. August 2017

Wie der Staat bei Airberlin privaten Gläubigern 150 Millionen Euro vorenthält

Die Bundesrepublik Deutschland hat Airberlin einen Überbrückungskredit von 150 Mio. Euro gewährt. Damit soll der Flugbetrieb für die nächsten drei Monate gesichert werden. Effektiv ist der Konkurs aber nicht abgewendet worden. Während der nächsten drei Monate wird Airberlin keine Gewinne erwirtschaften, sondern den Kredit der Bundesregierung einfach aufzehren.

Dienstag, 25. Juli 2017

Die natürliche Tendenz zum Machtmissbrauch in der Demokratie

The very principle of constitutional government requires it to be assumed, that political power will be abused to promote the particular purposes of the holder; not because it always is so, but because such is the natural tendency of things, to guard against which is the especial use of free institutions. (John Stuart Mill, Considerations on Representative Government)

Das zentrale Prinzip einer verfassungsmässigen Ordnung muss zwingend annehmen, dass politische Macht missbraucht wird, um die speziellen Ziele des Machthalters zu befördern; dies nicht, weil es immer so ist, sondern weil es die natürliche Tendenz der Dinge ist. Sich gegen solches zu verteidigen ist der spezifische Nutzen freier Institutionen. (John Stuart Mill)